Großangelegte Einsatzübung mit den Feuerwehren aus dem Brandkreis 5

Am Donnerstagabend schreckte ab kurz vor 19 Uhr lautes Sirenengeheul die Bewohner des Stadtgebietes, der Gunzenhäuser Ortsteile und aus Muhr am See auf.

Hintergrund war eine groß angelegte Einsatzübung der Feuerwehren des Brandkreises 5 am „Haus Silo“, Ecke Nürnberger/Bahnhofstraße in Gunzenhausen.

Simuliert wurde der Großbrand des Gebäudes, bei dem laut Übungslage auch zahlreiche Personen im weit verzweigten Gebäudekomplex als vermisst gemeldet waren.

Übungsleiter und Kreisbrandmeister Matthias Endres hatte die Übung in Zusammenarbeit mit Kommandant Swen Müller ausgearbeitet. Das Ziel der unangekündigten Übung war das Zusammenwirken einer größeren Zahl von Atemschutzgeräteträgern in Großschadenslagen und die effiziente Koordination der Einsatzkräfte.

Für eine möglichste realitätsnahe Darstellung lagen im Gebäude verteilt insgesamt 15 Verletztendarsteller der Gunzenhäuser Pfadfindergruppe. Das Auffinden der Personen erschwerte künstlich erzeugter Rauch, der den Feuerwehrleuten im Inneren des Hauses zeitweise völlig die Sicht nahm und spezielle Techniken zum weiteren Vorgehen erforderte.

Zeitweise befanden sich bis zu 10 Atemschutztrupps gleichzeitig mit dem Auftrag zur Personensuche und Brandbekämpfung im Übungseinsatz. Mittels sogenannter Fluchthauben brachten die Helfer recht schnell alle Vermissten über die Treppenhäuser, die Drehleiter und über tragbare Leitern ins Freie. Zeitgleich simulierten mehrere Löschtrupps mit C-Rohren eine Riegelstellung, um die Nachbargebäude vor einer Brandausbreitung zu schützen.

Insgesamt befanden sich knapp 200 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Aha, Altenmuhr, Büchelberg, Cronheim, Frickenfelden, Gunzenhausen, Laubenzedel, Neuenmuhr, Oberasbach, Ober-Unterwurmbach, Pflaumfeld, Stetten, Streudorf und Unterasbach mit rund 20 Einsatzfahrzeugen vor Ort. Die Freiwillige Feuerwehr Wald wurde – wohl wegen eines Übermittlungsfehlers – versehentlich nicht von der Integrierten Leitstelle alarmiert.

Zur Absicherung der weitläufigen Übungsstelle und der eigens von der Altmühl her verlegten Schlauchstrecke lenkten die Einsatzkräfte vor Ort den Verkehr um.

Kreisbrandrat Werner Kastner, der zusammen mit Kreisbrandinspektor Eduard Ott die Übung von neutraler Stelle aus beobachtete, sparte bei der abschließenden Ansprache in der Feuerwehrzentrale im Hollerfeld nicht mit Lob: „Die Einsatzübung ist perfekt gelaufen. Die Bewohner des Brandkreises können sich getrost auf ihre Feuerwehren verlassen!“, so der Kreisbrandrat. Er zeigte sich darüber hinaus beeindruckt vom schnellen Aufbau der Wasserförderleitung und der stattlichen Anzahl an aufgebotenen Einsatzkräften. Seinen Dank sprach Werner Kastner den Verantwortlichen für die gute Ausstattung und den Ausbildungsstand der Feuerwehrleute aus.

Matthias Endres konnte bei der Übungsbeobachtung ebenfalls keine gravierenden Mängel oder einsatztaktische Fehler erkennen und pflichtete den Worten des Kreisbrandrates bei.

Kommandant Swen Müller lud die Helfer als Dank für geleistete Arbeit im Namen der Stadtverwaltung und Bürgermeister Karlheinz Fitz zu einer Brotzeit ein.

Bericht und Bilder © Andreas Seegmüller

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