Übergabe hydraulischer Rettungssatz für den RW2

GUNZENHAUSEN – Landrat Gerhard Wägemann und Kreisbrandrat Werner Kastner übergaben zusammen mit dem Ersten Bürgermeister Karl-Heinz Fitz in der Feuerwehrzentrale Gunzenhausen einen nagelneuen hydraulischen Rettungssatz seiner Bestimmung. Werner Kastner legte in seiner Ansprache Wert darauf, die neuen Gerätschaften öffentlich zu übergeben, da es sich bei der Anschaffung durch den Landkreis um eine erhebliche Investition handelt: „Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sorgt damit für eine zeitgemäße Ausstattung des landkreiseigenen Sonderfahrzeuges und leistet hier einen großen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit“, so der Kreisbrandrat. Ihm ist wichtig, bei den Feuerwehrleuten und auch der Bevölkerung das Bewusstsein zu schärfen, dass für die Standorte Gunzenhausen und Weißenburg vor rund 25 Jahren jeweils ein Rüstwagen RW 2 für die überörtliche Hilfe bei entsprechenden Einsatzlagen angeschafft wurde und von den beiden Städten vorgehalten und betrieben wird. Diese Sonderfahrzeuge bringen landkreisweit neben vielfältigem Spezialgerät nunmehr auch jeweils Rettungsscheren und –spreizer auf dem aktuellen Stand der Technik an die Einsatzstelle. Der Schwerpunkt liegt hier bei der Technischen Hilfeleistung und insbesondere bei der Rettung eingeklemmter Personen aus verunfallten Fahrzeugen. Gerhard Wägemann und Karl-Heinz Fitz freuten sich sichtlich über die gelungene Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis bei der Beschaffung der neuen Ausrüstung und betonten, dass eine enge Zusammenarbeit und die Vermeidung von Parallelstrukturen wichtig seien, um solche Anschaffungen zu schultern. „Diese Ausgabe hat sich rentiert, wenn damit auch nur ein Menschenleben gerettet werden kann“, zeigte sich Gerhard Wägemann überzeugt.
Der bisherige Rettungssatz auf dem Rüstwagen war technisch überholt und mittlerweile dem modernen Fahrzeugbau unterlegen. Um eine hohe Insassensicherheit zu gewährleisten, kommen selbst in Kleinwagen immer häufiger hochfeste Materialien im Bereich der Fahrgastzelle zum Einsatz. Der Schutz der Personen im Auto bei einem möglichen Unfall steht dabei im Vordergrund. Allerdings erschwert dies den Rettungskräften im Notfall auch den Zugang zum eingeklemmten Patienten. Mit älteren hydraulischen Rettungsgeräten kommen die Einsatzkräfte der Feuerwehr mittlerweile im Extremfall an ihre technischen Grenzen und verlieren unter Umständen wertvolle Zeit. Die neu beschaffte Rettungstechnik trägt in erheblichem Maß dazu bei, durch wirkungsvolle Rettungsarbeiten schwerwiegende Verletzungsfolgen für die Unfallopfer zu vermeiden und einen schnellen Transport der Unfallopfer in ein geeignetes Krankenhaus zu ermöglichen. Für den Landrat und den Bürgermeister ist es ein gutes Signal an die Feuerwehr, dass die Politik immer wieder der Forderung nach zeitgemäßer Ausrüstung der Wehren nachkommt und damit die Sicherheit sowohl für die Bevölkerung als auch für die Feuerwehrleute selbst steigert. Sie bedankten sich zusammen mit dem Kreisbrandrat bei den Kommandanten Swen Müller und Joachim Seltmann für die Übernahme der Aufgaben, welche ein solches Sonderfahrzeug mit sich bringt und wünschten den Feuerwehrmännern und –frauen am Standort eine allzeit unfallfreie Arbeit mit dem Gerät mit möglichst wenigen Ernstfällen.
Neben dem neuen Rettungssatz verfügt die Freiwillige Feuerwehr Gunzenhausen über ein vergleichbares Gerät, das im Jahre 2013 von der Stadt Gunzenhausen für das kommunale Hilfeleistungslöschfahrzeug beschafft wurde.

Für die nähere Zukunft stehen für die Standorte Gunzenhausen und Weißenburg die Neubeschaffung der genannten Rüstwagen an, da diese mittlerweile bereits rund 25 Jahre im Einsatzdienst stehen. Hier wurde bereits ein Kompromiss zwischen den Städten und dem Landkreis gefunden, um die Kosten für diese Fahrzeuge aufzuteilen. „Die Notwendigkeit dieser Fahrzeuge steht außer Frage“, so Werner Kastner: „Das Einsatzspektrum der Feuerwehren im technischen Hilfsdienst ist mittlerweile so breit gefächert, dass eine zeitgerechte, wirkungsvolle Hilfe ohne diese Unterstützung nur schwer denkbar ist.“

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